hare-289715Ich hoffe, dass das jetzt niemanden zu sehr schockt: Aber in Wirklichkeit legt der Hase gar keine Eier. Wusstet ihr das schon?! Die Eier, die kommen von Vögeln!! Oder von Krokodilen, und von Schlangen ja auch, aber um die geht es zu Ostern eher nicht. Oder vielleicht doch? Streng genommen schon. Weil jedes Ei für das neue Leben steht, das um die Osterzeit rum überall beginnt, grünt, fiept und blüht. Weil uns Hühner aber doch irgendwie näher als Krokodile sind, feiern wir Ostern hierzulande eben mit Hühnereiern. Die kann man dann auch noch essen! Ob das mit Krokodileiern ebenfalls klappt, sollte mal jemand heraus finden. Ich selber vermute ja, dass aus denen immer was schlüpft. Warum das bei Hühnereiern anders ist, habe ich ehrlich gesagt bis heute noch nicht verstanden.

Und wie kommt der Hase in die ganze Eiergeschichte rein?! Gar nicht. Der hoppelt extra! Der ist nämlich das Krafttier der Göttin Ostara, der frühlingshaften, weißen Tara, die die Germanen früher verehrten. Wo sie ging, war auch ihr Hase nicht weit. Und so zog sie mit ihm über das Land und brachte nach den dunklen Wintermonaten die neue Helligkeit und Sonne. So öffnete sie den Menschen die Augen für die zum Leben erwachenden Wunder der Natur. Cool, nicht wahr?! Für all diese Wunder stehen nämlich die bunten Ostereier, die die Kinder plötzlich überall finden, nachdem die Eltern vorher mal ganz unauffällig die guten Verstecke abgeklappert haben.

Aber was hat das Ganze nun mit der Auferstehung zu tun? Und mit Jesus? Na, weil Jesus durch seine Liebe und Vergebung quasi den Frühling über die Menschen gebracht hat. Weil er den Menschen, die ihn kreuzigten, aus tiefstem Herzen verziehen hat. Noch am gleichen Tag. Das kriegt so schnell kein anderer auf die Reihe. Kein Wunder, dass die Natur da erstrahlt und das Leben von Dunkelheit und Schuld befreit wird!!

Und wie  war das weiter oben mit dem Krafttier gleich noch mal? Ja, das ist schon wieder eine ganz eigene Geschichte. Ostern ist wirklich bunt, so viel, wie da drin steckt! Die Göttin Ostara existierte nämlich laaaange, lange, bevor ihr geboren ward. Sogar die eigenen Eltern waren da noch nicht auf der Welt! Auch die kamen erst zwei oder drei tausend Jahre später. Als Ostara so sichtbar herum lief, gab es jedenfalls noch Naturrituale und echte Schamanen. Die konnten auch das sehen, was unser heutiger Verstand nicht raffen noch glauben kann. Und so sahen sie also in jedem Menschen Eigenschaften und Energien, die auch zu ganz bestimmten Tieren gehörten. Das konnten sogar Fabelwesen wie Drachen und Einhörner sein! Oder eben auch ganz kleine Tiere. „Kraft“ hat da nämlich nichts mit Ochsenrennen zu tun. Hier gilt vielmehr genauso: Klein, aber oho! Manchmal sammeln Menschen ja Bilder und Figuren von ganz bestimmten Tieren, zu denen sie sich hingezogen fühlen, ohne dass sie das erklären könnten. Dann kann es sein, dass sie genau die Energien und Eigenschaften besitzen, die auch diese Tiere haben.

Und bevor wir Ostern jetzt auch noch unter dem Aspekt der Astrologie betrachten, weil es mit dem erwachenden Leben doch am Anfang des Tierkreiszeichens liegt – und immer auf den ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling fällt – machen wir Schluss für heute, weil es sonst zu verwirrend wird. Am Ende habt ihr so viel im Kopf, dass ihr die Eier gar nicht mehr findet!

 

narcissus-2195537Frohe Ostern!!!