Hallo Ihr Lieben!

 Ich stelle fest: Man kann auch mit Knacks in seiner Mitte sein – und anderen dorthin verhelfen. Cool, nicht wahr?! Und da hätte ich früher doch tatsächlich gedacht: Damit ich anderen Fröhlichkeit und Wohlbefinden vermitteln kann, muss ich selber top fit und rundum, na, eben mittig sein. Falsch gedacht. Bin ich nämlich noch lange nicht, aber das mit dem Ver-mitte-ln klappt trotzdem schon ganz gut.

 Und genau das ist jetzt interessant, bestimmt auch für dich: es sind weder die vollkommene Gesundheit noch die vollkommene Erleuchtung nötig, damit du anderen gut tun und weiter helfen kannst. Hauptsache, du kommst so mit dir hin, wie du eben gerade bist. Quasi als Momentaufnahme im weiteren Werdegang. Wenn und sobald du weißt, dass du auf deinem Weg bist, ist fast schon nicht mehr wichtig, wie weit das Ziel noch entfernt liegt. Weder fehlende Gesundheit noch fehlendes Glück müssen den KlientInnen oder PatientInnen dann noch vorgegaukelt werden. Weil es vollkommen reicht, dass du dich mit dir und deinem IST im Reinen befindest.

 Ich glaube, dass sich das fast ein bisschen wie mit Chirons Geschichte verhält. Mal ganz ehrlich: von diesem „Verletzten Heiler“ haben wir, die wir anderen Menschen helfen möchten, ja alle etwas in uns. Seine Geschichte kennst du? Er war ein weiser und gütiger Kentaur. Halb Mensch, halb Tier war er im Körper. Und halb Mensch, halb Gott im Geiste.  Als er seinem Freund Herkules gegen eine Horde blutrünstiger, anderer Kentauren zu Hilfe eilte und Frieden stiften wollte, bekam er einen vergifteten Pfeil ab, der gar nicht für ihn bestimmt gewesen war. Als Halbgott konnte er nicht daran sterben, als halber Mensch jedoch den Folgen nicht entrinnen. All sein Wissen und Können reichten nicht aus, um die unerträglichen Schmerzen zu stillen. Doch da er immerwährend auf der Suche blieb, erlernte er alsbald mehr Heilwissen, als je zuvor zu finden war. Das nutzte er und verhalf damit unzähligen, erkrankten Menschen zur Gesundheit zurück. Er selber fand erst im Tod Erlösung, als Zeus ihn schließlich aus der Göttlichkeit entließ.

Das mit dem Tod lassen wir jetzt mal beiseite. Abgesehen davon, dass ich dieses Ende alles andere als gelungen finde, gibt es dafür ja mehr Deutungsmöglichkeiten, als ein einzelner Newsletter ertragen kann.
Aber das mit dem Wissen stimmt schon! Wenn die Kacke bei einem selbst so richtig am Dampfen ist, gibt es ja keine Bequemlichkeit der Welt, die einen von der intensiven Suche nach echter Heilung abhalten könnte. Oder? Dann legt man los! Und all das Wissen, das man sammelt, kann man auch segensreich an andere weiter geben. Egal, ob es nun Kräuteranwendungen, Techniken, Heilmethoden oder eigene Lebenserfahrungen sind.

IMG_8181